Oberbürgermeister für
Villingen-Schwenningen

FAQ

Wie passt es zusammen, dass Sie als BM von Tuningen die Stadt verklagt haben und jetzt OB von Villingen-Schwenningen werden wollen?

In der Kommunalpolitik kann es immer wieder einmal zu unterschiedlichen Interessenlagen benachbarter Kommunen kommen. Im ein oder anderen Fall ist dann auch eine gerichtliche Klärung erforderlich. Ob als Oberbürgermeister oder Bürgermeister ist man unter Umständen aufgrund der Amtspflichten gezwungen eine Klage anzustrengen. Das hat dann aber nichts mit der Wertschätzung der Nachbarkommune zu tun. Vielmehr geht es um eine verbindliche Klärung entsprechender Sachverhalte. Nicht mehr und nicht weniger.

Sind Sie nicht schon zu alt für eine Kandidatur als OB?

Nein, ich fühle mich im besten Alter für diese Aufgabe, denn ich bringe reichlich Berufs-, Lebens- und Führungserfahrung mit. Und gerade die ist in einer Stadt von der Größe Villingen-Schwenningens erforderlich. Schließlich gilt es eine Verwaltung mit über 1.000 Mitarbeitern zu führen und die Stadt in Region, Land und Bund auf Augenhöhe zu vertreten. Der Gesetzgeber hat als Altersgrenze für Oberbürgermeister im Amt 73 Jahre festgelegt. Insofern kann ich also locker zwei Amtszeiten bestreiten.

Ich habe gelesen, sie sind in ihrem Alter noch ledig, wie kommt das?

Ich weiß, dass bei einem OB oder BM natürlich immer auch die privaten Lebensumstände von Interesse sind. Manch einer macht sich Gedanken, weil in meiner Vita nicht „verheiratet, 2 Kinder” steht.  Für mich hat sich das so leider nicht ergeben, was sicher ein Stück weit auch meinem Beruf als Bürgermeister geschuldet ist. Aber wer weiß, vielleicht wartet die Liebe des Lebens auf mich ein wenig länger – und wenn das so ist, dann wird es auf jeden Fall eine Frau sein, um auch diese immer wieder gestellte Frage zu beantworten.

Sie sind Mitglied der CDU und als solcher ein echter Parteisoldat. Das passt doch nicht zu einem neutralen OB!?

Was immer auch ein Parteisoldat ist- es ist richtig, dass ich Mitglied des Kreistages bin und dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. Sowohl in dieser Funktion als auch in der Funktion als Bürgermeister von Tuningen standen für mich aber immer die Sacherwägungen und die Interessen der Menschen im Mittelpunkt. Aus meiner Sicht wäre es eher fahrlässig, als OB einer großen Kreisstadt keine politischen Netzwerke zu pflegen.

Sind Sie als Sprecher des "Ausschuss Umwelt und Technik" gegen den Kreisverkehr "Stumpenkreuzung"?
Der Kreisverkehr an der Stumpenkreuzung wird voraussichtlich kommen – Alternativen zu prüfen war richtig

Oftmals kommen unterschiedliche Vorgehensweisen zu gleichen Ergebnissen. So auch im Fall der Stumpenhof-Kreuzung. Einige Kreistagsmitglieder befürworteten aus dem Bauch heraus von Anfang an den Kreisverkehr. Eine überwiegende Mehrheit im Kreistag war jedoch der Ansicht, dass zunächst einmal alle Alternativen fachmännisch untersucht werden müssen, unter anderem, weil ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuermitteln eine solche Prüfung erfordert.

Diese Prüfung wurde durch den Kreistag in Auftrag gegeben und ist nun abgeschlossen. Das Ergebnis: der Kreisverkehr wird als die beste Lösung vorgeschlagen. Nun hat der Kreistag im Oktober im Rahmen seiner Haushaltsberatungen noch über die Bereitstellung der dafür erforderlichen Mittel zu befinden. Ich gehe davon aus, dass es dafür eine klare Mehrheit geben wird.

Der Vorschlag einer vorübergehenden Schließung der Straße nach Weilersbach war übrigens ausschließlich dem mehrfach vorgetragenen Wunsch nach schnellstmöglicher Entschärfung des Unfallschwerpunktes geschuldet. Denn für mich als Kreisvorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes ist jedes Unfallopfer ein Opfer zu viel. Darum hat verantwortungsvolles Vorgehen für mich auch immer den Vorrang vor dem Bauchgefühl.